Self-Checkout in der Apotheke: Was Kund:innen selbst erledigen können – und was beim Team bleibt
Pflaster, Taschentücher, Sonnencreme: Viele Einkäufe in der Apotheke brauchen keine Beratung, landen aber trotzdem in derselben Schlange wie das Beratungsgespräch. Ein Self-Checkout trennt diese Wege. Dieser Ratgeber zeigt, welche Aufgaben Kundinnen und Kunden am id.EXPRESS Terminal selbst übernehmen können und wo die Grenze liegt.
Das Wichtigste in Kürze
- Am Self-Checkout scannen und bezahlen Kundinnen und Kunden nicht apothekenpflichtige Artikel aus der Freiwahl selbst und nehmen sie direkt mit.
- Apothekenpflichtige OTC-Präparate können am Terminal vorbestellt werden. Die Abgabe erfolgt am HV durch das pharmazeutische Personal.
- Apothekenpflichtige und verschreibungspflichtige Arzneimittel gibt immer das Fachpersonal ab. Die Beratung bleibt beim Team.
- id.EXPRESS gibt es als Standgerät, Wandgerät, Tischgerät, Mini-Kiosk und Tablet-Version.
Was ist ein Self-Checkout in der Apotheke?
Ein Self-Checkout ist ein Terminal, an dem Kundinnen und Kunden ihren Einkauf selbst zusammenstellen und, soweit zulässig, selbst bezahlen. Beim id.EXPRESS Terminal ist der Self-Checkout ein Baustein von mehreren: Er lässt sich allein nutzen (id.EXPRESS SELFCHECKOUT) oder mit der E-Rezept-Einlösung kombinieren (id.EXPRESS PRO).
Das Ziel ist nicht, Beratung zu ersetzen. Es geht darum, Routinekäufe aus der Schlange am HV-Tisch herauszunehmen, damit dort mehr Raum für Gespräche bleibt.
Was Kundinnen und Kunden selbst erledigen können
Express-Checkout für die Freiwahl
Nicht apothekenpflichtige Artikel aus der Freiwahl, etwa Pflege- und Hygieneprodukte, werden am Terminal gescannt oder im digitalen Warenkorb ausgewählt, direkt bezahlt und sofort mitgenommen. Für diese Käufe entfällt der Weg zum HV-Tisch.
Digitaler Warenkorb für Frei- und Sichtwahl
Auch Artikel aus der Sichtwahl lassen sich im digitalen Warenkorb auswählen. Das Terminal übermittelt den Warenkorb an die Expresskasse beziehungsweise an den HV, wo Ihr Team den Vorgang abschließt.
Vorbestellung von OTC-Präparaten
Apothekenpflichtige, nicht verschreibungspflichtige Präparate können am Terminal vorbestellt werden. Die Bestellung kommt strukturiert beim Team an. Abgabe und Beratung erfolgen anschließend am HV-Tisch.
Was immer beim Team bleibt
Die Grenze ist klar gezogen: Apothekenpflichtige und verschreibungspflichtige Arzneimittel gibt immer das pharmazeutische Personal ab. Das Terminal kann den Vorgang vorbereiten, ersetzt aber weder die Prüfung noch die Beratung.
- Abgabe apothekenpflichtiger und verschreibungspflichtiger Arzneimittel
- Beratung zu Anwendung, Dosierung und Wechselwirkungen
- Prüfung von Verordnungen
- Rückfragen, bei denen fachliches Urteil gefragt ist
Welche Artikel in Ihrer Apotheke in den Self-Checkout gehören, entscheiden Sie. Die rechtlichen Rahmenbedingungen klären Sie bitte im Einzelfall mit Ihrer Kammer.
Für welche Apotheken ist ein Self-Checkout interessant?
Vor allem dort, wo die Freiwahl einen großen Teil der Einkäufe ausmacht und sich zu bestimmten Tageszeiten Schlangen bilden, etwa in Lagen mit viel Laufkundschaft, in Einkaufszentren oder in der Nähe von Arztpraxen. Auch für Apotheken mit kleinem Team kann er sinnvoll sein, weil einfache Kassiervorgänge nicht mehr jedes Beratungsgespräch unterbrechen. Ob und in welcher Form ein Terminal passt, lässt sich am besten anhand Ihrer eigenen Abläufe klären.
Welche Bauform passt in Ihre Offizin?
Jede Apotheke ist räumlich anders, vom großzügigen Eingangsbereich bis zum kompakten HV-Tisch. Deshalb gibt es id.EXPRESS in mehreren Hardware-Varianten:
- Standgerät: freistehend im Eingangs- oder Wartebereich, mit Ablage, Scanner und Bezahlterminal.
- Wandgerät: platzsparend an der Wand montiert, wenn jeder Quadratmeter Verkaufsfläche zählt.
- Tischgerät: kompakt direkt am HV-Platz, neben der Kasse.
- Mini-Kiosk: besonders schlanke Bauform für Nischen und kleine Grundflächen.
- Tablet-Version: mobil im Beratungsgespräch oder als flexibler Zweitplatz.
So führen Sie den Self-Checkout im Team ein
- Sortiment festlegen: Klären Sie, welche Warengruppen im Self-Checkout erscheinen. Aktionsprodukte und eigene Warengruppen verwalten Sie zentral im Backend.
- Standort wählen: Platzieren Sie das Terminal dort, wo Routinekäufe beginnen, zum Beispiel nahe der Freiwahl.
- Zuständigkeiten klären: Legen Sie fest, wer vorbestellte OTC-Präparate und Fragen rund um das Terminal übernimmt.
- Kundinnen und Kunden ansprechen: Ein kurzer Hinweis am Eingang oder am HV hilft beim ersten Kontakt mit dem Terminal.
Wie die E-Rezept-Einlösung am selben Terminal abläuft, lesen Sie im Ratgeber E-Rezept am Terminal.
Häufige Fragen
Welche Produkte können am Self-Checkout bezahlt werden?
Über den Express-Checkout laufen nicht apothekenpflichtige Artikel, zum Beispiel aus der Freiwahl. Apothekenpflichtige und verschreibungspflichtige Arzneimittel gibt immer das pharmazeutische Personal ab. Die rechtlichen Rahmenbedingungen klären Sie bitte im Einzelfall mit Ihrer Kammer.
Ersetzt der Self-Checkout die Beratung?
Nein. Der Self-Checkout nimmt Routinekäufe aus der Schlange. Die Beratung bleibt beim Fachpersonal und bekommt am HV-Tisch mehr Raum.
Können Kundinnen und Kunden apothekenpflichtige OTC-Präparate am Terminal bestellen?
Ja, als Vorbestellung. Die Abgabe erfolgt anschließend am HV durch das pharmazeutische Personal, einschließlich Beratung.
Lässt sich der Self-Checkout später um das E-Rezept erweitern?
Ja. id.EXPRESS SELFCHECKOUT kann jederzeit auf id.EXPRESS PRO erweitert werden. PRO kombiniert Self-Checkout und E-Rezept-Einlösung in einem Terminal.
Hinweis: Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung. Die rechtlichen Rahmenbedingungen klären Sie bitte im Einzelfall mit Ihrer Kammer.
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